Home  |  Suche  |  Kontakt  |  Impressum  |  AGB
de en      Login
ANALYSEN
Elliott Wave BUCH
News - Aktuelles
News Intern
Elliott Waver Tradingsoftware

Hauptnavigation
Newsletter
 
 
 Newsletter abonnieren    Abo einstellen
Events - November
MDMDFSS
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30  
  Mehr Events
Das Elliott Wellen Buch
 
 

Die zweite Auflage ist

ab jetzt verfügbar.


Gesundheitswesen: Pharmakonzerne diktieren Arzneimittelpreise - Bürger werden entmündigt.

25 August 2010 10:44

Rösler kämpft gegen das Preisdiktat der Pharmakonzerne. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wenn jetzt gegen das Preisdiktat der Pharmaindustrie gekämpft wird, muss es zwangsläufig vorher bestanden haben.

Die Politiker müssen den Pharmakonzernen zwangsläufig wissentlich, jahrelang oder jahrzehntelang gestattet haben, die Preise für Medikamente nach eigenen Wünschen frei zu bestimmen.

Die Patienten bzw. Beitragszahler wurden entmündigt. Ihnen wird nicht einmal erlaubt die Beiträge selbst zu überweisen, sondern der Arbeitgeber wird dazu bevollmächtigt. Die ärztliche Behandlung findet statt, ohne dass die Beitragszahler über die Kosten informiert werden. Die Beitragszahler haben keine direkte Möglichkeit, sich gegen Missstände zu wehren.

Martin Luther hat die Bibel aus dem Latein übersetzt und damit das Zeitalter der Inquisition beendet. Jeder konnte die Bibel nach der Reformation lesen und die Lehren der Priester überprüfen. Ist es ein Zufall, dass die Beipackzettel der Arzneimittel mit lateinischen Fachbegriffen gespickt sind und man eine spezielle Ausbildung braucht, um sie zu verstehen.

Weshalb abschieden die Politiker kein Gesetz, dass dafür sorgt, dass die Pharmakonzerne leicht verständliche Beipackzettel (Gebrauchsanweisungen) entwickeln müssen?

Wenn wir ein Auto kaufen und es nicht funktioniert, geben wir es zurück und der Kaufpreis wird erstattet. Wenn wir eine Arznei nutzen und sie hat keine Wirkung, wird eine andere verschrieben. Die Pharmakonzerne werden kaum wegen mangelnder Qualität in Haftung genommen. Im Schadensfall wird  die Haftung sogar auf den Steuerzahler, der natürlich auch Beitragszahler ist, übertragen.

Der Pharmakonzern Novartis wurde wegen Diskriminierung weiblicher Mitarbeiter zu 3,3 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt und gleichzeitig glaubt die Regierung, dass ein privates Unternehmen die Preisgestaltung der Arzneimittel zu Gunsten der Patienten gestaltet. Wenn jemand seine Mitarbeiter denunziert, wird er dann fürsorglich für eine Kunden handeln?

Einer der größten Arzneimittelskandale (Contergan) in der Geschichte vor Gericht.

 

Weltweit wurden 10.000 Kinder mit schweren Missbildungen geboren. Der Staat entlässt den Pharmakonzern Grünenthal aus der Verantwortung. Der Hersteller selbst kann nicht mehr auf Schadensersatz verklagt werden. Der Staat wird verklagt, weil die Arzneimittelüberwachung nicht ausgeübt wurde (mit anderen Worten: jeder Steuerzahler sollt für die Fehler des Pharmakonzerns zahlen). Erst seit 1976 müssen Hersteller nachweisen, dass ihre Mittel helfen und nicht gefährlich sind. Mit Gründung der Contergan-Stiftung „Hilfswerk für behinderte Kinder“ wurde ein Gesetz verabschiedet, mit dem alle etwaigen bestehenden Ansprüche von Opfern gegen die Firma Grünenthal erloschen. Damals anhängige Zivilverfahren wurden mit dem Gesetz wirkungslos.

 

Die Schwächsten der Schwachen werden ihrer Rechte beraubt, damit die Reichen ihren Profit maximieren können. Welche geistige Gesinnung der Politiker wird bei dieser Handlungsweise sichtbar? Wir werden sie nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten erkennen.

 

Auch Krankenkassen sind gegenüber der Pharmaindustrie zahnlose Tiger und  mussten oder müssen die Preise der Pharmakonzerne hinnehmen. Sie dürfen nicht mit den Diktatoren der Arzneimittel verhandeln. Andererseits werden bei verspäteter  Beitragszahlung  5 Prozent im zweiten Monat als Versäumniszuschlag fällig – ein Zinssatz pro Jahr von 30 Prozent -. 

Mit anderen Worten, die Politiker übertrugen den privaten, nach Gewinn strebenden Pharmakonzernen die absolute Gewalt über die Preisgestaltung der Arzneimittel.

Grundgesetz Artikel 20: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

Die Macht über die Preise der Medikamente und damit der Gesundheit geht von den Pharmakonzernen aus. Es ist grotesk, anzunehmen, dass die Mehrheit der Bevölkerung damit einverstanden ist, dass die Pharmaindustrie indirekt das Recht haben soll, die Krankenkassenbeiträge zu bestimmen.

Ein weiterer Gedanke kommt mir in den Sinn: Welches Interesse hat ein nach gewinnstrebender Pharmakonzern daran, dass Menschen nach kurzer Behandlung gesund werden? Die chronisch kranken Menschen sind die besten Stammkunden der Pharmakonzerne.

Wurde dem Pharmakonzernen die gesetzliche Vollmacht gegeben, die sozial schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft auszuplündern?

Es ist genauso absurd, dass Pharmakonzerne über die Preise der Medikamente herrschen, wie Krankenversicherte die Beiträge selbst bestimmen dürfen. Aber wenn das eine erlaubt ist, muss das andere in einem gerechten Staat gestattet sein.

Der Weg aus diesem Dilemma ist ein freier Markt. Ein fairer Preis wird durch das freie Wirken von Angebot und Nachfrage erzielt.

Der Gesundheitsminister Philip Rösler sagte in einem Interview in den Tagesthemen: „Wir wollen das Preismonopol der Pharmabranche brechen“.

Veränderungen zu Gunsten der Patienten- und Krankenkassenbeitragszahler sind wünschenswert und erforderlich.  Die Beträge belaufen sich bereits auf 14,9 Prozent des Bruttoeinkommens von Durchschnittsverdienern. Je höher das Einkommen, desto niedriger werden die Beiträge im Verhältnis zum Einkommen.

Würde der Vorstandvorsitzende der Deutschen Dank, Herr Josef Ackermann sich in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichern müssen,  sein Jahresgehalt im Jahr 2009 beträgt 9,55 Millionen Euro, würde er nicht 14,9 Prozent sondern 0,07 Prozent seines Einkommens in die Solidaritätsgemeinschaft zahlen. Sind Vorstandschefs der DAX-Konzerne ähnlich unterstützenswert wie Sozialhilfeempfänger?

Wird ein allein verdienender Familienvater mi t zwei Kindern und einem monatlichen Einkommen von 3000 Euro in unserem Gesundheitssystem gerecht behandelt?  Er zahlt jeden Monat  450 Euro an die Krankenkasse (der Arbeitsgeberanteil muss auch von Arbeitnehmer erwirtschaftet werden, sonst wäre der Mitarbeiter nicht rentabel). Ein Vorstandschef eines DAX Unternehmens würde ca. 600 Euro zahlen. Sein fairer Jahresbeitrag beträgt 1,5 Millionen Euro. Ein gerechter Grundsatz lautet: Wem viel gegeben ist, vom dem wird viel verlangt. Nach diesem Grundsatz entsteht erst Gerechtigkeit, wenn der Vorstandchef ungefähr 3 Millionen Euro Beitrag zahlt.

Eine Gesundheitsreform folgte der nächsten und jedes Mal wurden die Leistungen für Kranke von unseren Politikern gekürzt und die Beiträge der finanzschwachen Menschen erhöht. Die gutverdienenden Menschen werden geschont und dürfen sich aus dem Solidaritätssystem ausklinken.

Noch einmal, damit wir uns diese Taktik der Gesetzgeber  auf der Zunge vergehen lassen können. Patienten werden oder wurden in Unwissenheit gehalten, weil sie kaum eine Chance zum Preisvergleich erhalten. Gleichzeitig wird den Pharmakonzernen erlaubt, die Preise für Medikamente selbst zu bestimmen und damit ihren Gewinn zu maximieren. Diese Gleichung lautet: keine Macht den Bürgern und alle Macht der Pharmaindustrie.

Haben unsere Volksvertreter ein System zur Ausbeutung der „kleinen“ Bürger geschaffen?

Nun könnte man behaupten, dass diese Situation durch eine Kette unglücklicher Zufälle entstanden ist. Das Verhalten Der Politiker lässt ein Muster erkennen. Bei der letzten Wirtschaftskrise wurden die Spekulationsverluste privater Banken auch einfach den Bürgern in die Schuhe geschoben.

Die Geschichte zeigt, dass ungerechte Systeme nur eine begrenzte Haltbarkeitsdauer haben - so wird es auch in diesem Fall sein.

 Ihr

Rüdiger Maaß

P.S.:  Ein interessanter Beitrag in der Tagesschau.

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video667950.html

Druckversion

Andere Artikel in dieser Rubrik:

Copyright 2019 by elliottwaver.de


Risk Disclosure:

Futures and forex trading contains substantial risk and is not for every investor. An investor could potentially lose all or more than the initial investment.

Risk capital is money that can be lost without jeopardizing ones’ financial security or life style.

Only risk capital should be used for trading and only those with sufficient risk capital should consider trading.

Past performance is not necessarily indicative of future results.



Hypothetical Performance Disclosure:

Hypothetical performance results have many inherent limitations, some of which are described below. no representation is being made that any account will or is likely to achieve profits or losses similar to those shown;

in fact, there are frequently sharp differences between hypothetical performance results and the actual results subsequently achieved by any particular trading program.

One of the limitations of hypothetical performance results is that they are generally prepared with the benefit of hindsight. In addition, hypothetical trading does not involve financial risk,

and no hypothetical trading record can completely account for the impact of financial risk of actual trading. for example,

the ability to withstand losses or to adhere to a particular trading program in spite of trading losses are material points which can also adversely affect actual trading results

. There are numerous other factors related to the markets in general or to the implementation of any specific trading program which cannot be fully accounted

for in the preparation of hypothetical performance results and all which can adversely affect trading results.

 

Risikodisclaimer:

 Der Handel mit Futures, Forex und CFD s birgt ein hohes Risiko und ist nicht für jeden Investor geeignet. Ein Investor kann möglicherweise mehr als das eingezahlte Kapital verlieren. Für den Handel sollte nur Risikokapital verwendet werden,bzw. Teile des Risikokapitals. Risikokapital ist Geld, bei dessen Verlust sich keine Änderung der Finanzsituation ergibt bzw. keinen Einfluss auf das Leben mit sich bringt. Eine in der Vergangenheit erzielte Performance ist keine Garantie für die Zukunft.


 


Powered by Website Planet